Kwiga Help Center LMS (Bildung) Erstellen Sie einen Kurs und ein Bootcamp Urheberrechtsschutz für deine Inhalte auf Kwiga

Urheberrechtsschutz für deine Inhalte auf Kwiga

Artikel:

Lerne effektive Methoden, um deine Materialien, Videos und Präsentationen zu schützen, damit sie sicher bleiben und nur für autorisierte Benutzer zugänglich sind.


In diesem Artikel:


Jeder Erstellerin von Onlinekursen, Lernmaterialien oder Präsentationen steht irgendwann vor der Frage, wie man seine Inhalte schützt. Unabhängig vom Format – Video, Textdateien, PDFs oder Präsentationen – ist es entscheidend, ihre Sicherheit zu gewährleisten, um eine unbefugte Weitergabe zu verhindern.

Doch in der digitalen Welt gibt es viele Möglichkeiten, auf Inhalte ohne Erlaubnis der Autorin oder des Autors zuzugreifen. Die gängigsten Methoden sind:
● Herunterladen über einen direkten Link mithilfe externer Dienste
● Aufnahme des Bildschirms während der Wiedergabe des Materials
● Verwendung von Programmen zum Bearbeiten und Kopieren von Dateien

Kann man das verhindern? Auf der Kwiga-Plattform haben wir eine Reihe von Maßnahmen entwickelt, um unbefugtes Kopieren zu erschweren, und verbessern unser Schutzsystem ständig.

Herunterladen von Videos über einen Link

Die erste Schutzebene besteht darin, die Möglichkeit einzuschränken, einen direkten Link zum Video zu erhalten und es herunterzuladen. Zum Beispiel können nicht gelistete YouTube-Videos, die nur über einen Link zugänglich sind, dennoch leicht mit zahlreichen Drittanbieterdiensten wie SS YouTube* heruntergeladen werden.

Kostenlose Vimeo-Konten bieten ebenfalls keinen ausreichenden Schutz, selbst wenn die Option „Downloads nicht zulassen“ aktiviert ist. Solche Videos können über Dienste wie Vimeo Downloader* bezogen werden.

Videos, die auf der Kwiga-Plattform hochgeladen werden, sind nicht über einen direkten Link zugänglich und ohne Autorisierung nicht verfügbar.

Die zweite Schutzebene besteht darin, den Zugriff auf Videos auf bestimmte Domains zu beschränken. Diese Option steht für kostenpflichtige Vimeo-Konten zur Verfügung.

Allerdings kann auch diese Methode umgangen werden, indem der Browser-Referrer gefälscht wird – beispielsweise mit der Erweiterung Referer Control* oder ähnlichen Tools.

Trotz dieser Einschränkungen stellt dieses Schutzniveau eine zusätzliche Barriere gegen unbefugten Zugriff dar, und Expert*innen können es auf Kwiga als eine der Anti-Piraterie-Maßnahmen anwenden.

Die nächste Schutzebene beinhaltet die Aufteilung der Videodatei in viele kleine Segmente, die dem Nutzer schrittweise bereitgestellt werden. Diese Methode erschwert das Herunterladen des gesamten Videos, obwohl es Anwendungen und Browsererweiterungen gibt, die auch diesen Mechanismus umgehen können – etwa CocoCut*.

Eine weitere Schutzebene wird durch den Einsatz von Videoverschlüsselungstechnologien erreicht. Externe Dienste wie BunnyCDN mit MediaCage DRM können Inhalte vor Downloadern und Bildschirmrekordern schützen. 

Bei dieser Methode gilt:
● Das Video wird auf BunnyCDN hochgeladen
● Die grundlegende DRM-Verschlüsselung wird aktiviert
● Der Videolink wird in die Lektionen der Kwiga-Plattform integriert

Dieses Schutzniveau erhöht die Sicherheit der Materialien erheblich und erschwert unbefugtes Kopieren und Weiterverbreiten. Dennoch ist es wichtig, daran zu denken, dass digitale Inhalte – unabhängig vom Schutzgrad – immer mit externen technischen Mitteln aufgezeichnet werden können.

Auf Kwiga nutzen wir alle verfügbaren Schutzebenen, um das Kopieren von Videos so schwierig wie möglich zu machen.

Die genannten Anwendungen und Erweiterungen dienen ausschließlich der Veranschaulichung, wie einfach das Herunterladen von Inhalten sein kann. Wir appellieren an alle, den Schutz geistigen Eigentums verantwortungsvoll zu behandeln und diese Tools nicht zu verwenden, um Materialien illegal zu kopieren oder zu verbreiten.

Bildschirmaufnahme

Die Bildschirmaufnahme kann innerhalb spezialisierter mobiler oder Desktop-Anwendungen verboten werden. Solche Einschränkungen lassen sich jedoch nicht in Browsern anwenden, was die Bildschirmaufnahme zu einer der einfachsten Methoden macht, um Inhalte zu kopieren.

Einige Plattformen begegnen diesem Problem, indem sie den Nutzer*innen den Zugriff auf Materialien über mobile oder Desktop-Apps mit integrierten Schutzmechanismen ermöglichen. Diese Tools können viele Programme von Drittanbietern zur Videoaufnahme blockieren.

Auf der Kwiga-Plattform verwenden wir einen ähnlichen Ansatz in unseren mobilen Apps für Android und iOS, was dazu beiträgt, das Risiko unbefugter Kopien zu verringern. Dennoch ist es – wie bei allen anderen Schutzmethoden – unmöglich, die Möglichkeit der Bildschirmaufnahme vollständig auszuschließen.

Indirekter Schutz

 Neben den direkten Schutzmethoden gibt es auch indirekte Formen der Inhaltskontrolle:

  • Überwachung von IP-Adressen: Das System kann erkennen, wenn Studierende auf ihre Konten von unterschiedlichen Geräten oder Regionen aus zugreifen. Auf Kwiga wird dies durch die  Zugriffskontrolle ermöglicht  Die Einstellungen ermöglichen es Expert*innen, die Anzahl gleichzeitiger Zugriffe selbst festzulegen und verdächtige Aktivitäten zu erkennen.

  • Wasserzeichen zu Videos hinzufügen – eine Methode, um Regelverletzer zu identifizieren. Es gibt zwei Hauptoptionen: das Wasserzeichen direkt ins Video einzubetten oder es während der Wiedergabe einzublenden.

  • Ein Skript, das beim Abspielen des Videos auf der Unterrichtsseite ein Wasserzeichen anzeigt, kann leicht umgangen werden – man muss nur den direkten Videolink abrufen und das Video ohne Wasserzeichen herunterladen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Wasserzeichen auf der Seite zu verbergen und den Bildschirm ohne dieses aufzuzeichnen.

  • Eine zuverlässigere Methode zur Identifizierung eines Regelverletzers besteht darin, ein einzigartiges Wasserzeichen direkt in das Video einzubetten. Allerdings hat dieser Ansatz einige Einschränkungen: Für jeden Schülerin muss eine separate Videoversion erstellt werden, was bei mehr als 50 Teilnehmenden unpraktisch ist und viel Speicherplatz für das Hosting erfordert. Daher ist diese Methode für Minikurse effektiv, jedoch für Großprojekte ungeeignet.

Außerdem ist zu beachten, dass ein Wasserzeichen, das nur in einzelnen Frames erscheint, leicht entfernt oder ausgeschnitten werden kann, während die Tonspur unverändert bleibt.

Schutz von Präsentationen und PDF-Dateien

Der häufigste Ansatz besteht darin, ein Wasserzeichen auf den Seiten hinzuzufügen, um die unbefugte Weitergabe solcher Materialien zu verhindern. Dies erschwert das Kopieren, da das Entfernen eines Wasserzeichens in einem PDF-Editor bedeutet, es manuell auf jeder einzelnen Seite oder Folie zu löschen.

Eine weitere Methode besteht darin, Metadaten in die Datei einzubetten, doch dieser Ansatz kann – ebenso wie der Passwortschutz – leicht umgangen werden, da es zahlreiche Tools gibt, die solche Einschränkungen entfernen können.

Wir wissen, dass es eine Herausforderung ist, alle Risiken vollständig zu beseitigen, aber wir sind ständig bemüht, die besten Lösungen zum Schutz von Inhalten zu finden. Expert*innen können uns gerne über Telegram kontaktieren, wenn sie Fragen haben oder eine Beratung wünschen.

Fazit \ Wie du dich schützen kannst

Derzeit gibt es keine Methode, die digitale Inhalte zu 100 % vor dem Kopieren schützt. Selbst die besten Sicherheitssysteme können Bildschirmaufnahmen nicht verhindern, da externe technische Mittel es Nutzer*innen ermöglichen, Videokopien zu erstellen, ohne direkt auf die Dateien zuzugreifen. Das bedeutet: Wenn jemand wirklich entschlossen ist, dein Material weiterzuverbreiten, wird er oder sie es tun können – unabhängig vom Schutzgrad und sogar mit minimalem Aufwand.

Es ist außerdem wichtig zu verstehen, dass es eine Gruppe von Menschen gibt, die aktiv nach kostenlosen Kursen auf verschiedenen Foren und Piratenseiten sucht. In den meisten Fällen handelt es sich dabei jedoch nicht um potenzielle Käufer*innen – wenn sie deinen Kurs nicht gratis finden, wechseln sie einfach zu einer anderen kostenlosen Quelle. Daher bedeutet die Präsenz deines Kurses auf solchen Seiten nicht zwangsläufig einen erheblichen Rückgang der Verkäufe.

Im Gegenteil: Der effektivste Weg, Piraterie zu bekämpfen, besteht darin, einen Wert zu schaffen, der weder gestohlen noch kopiert werden kann. Wir empfehlen, dich auf folgende Aspekte zu konzentrieren:

Servicequalität – Schaffe eine komfortable Lernumgebung, die Nutzerinnen motiviert, den Kurs offiziell zu absolvieren.
● **Unterstützung durch Expertinnen und Mentor*innen** – Interaktive Hilfe, Antworten auf Fragen und Feedback steigern den Wert des Kurses.
Geschlossene Community – Die Möglichkeit, Inhalte mit anderen Teilnehmenden zu diskutieren, motiviert, innerhalb der offiziellen Plattform zu bleiben.
Zugang zu Updates – Neue Materialien, Integrationen und exklusive Inhalte machen die offizielle Version attraktiver und lohnenswerter.

Anstatt also alle Energie auf vollständige Kontrolle und Schutz zu richten – die ohnehin nie unfehlbar sind – ist es besser, ein einzigartiges Bildungsekosystem aufzubauen, das nicht repliziert oder kostenlos auf externen Plattformen bezogen werden kann.

Kwiga hilft dabei, wirksame Schutzmechanismen zu implementieren und den Wert deiner Inhalte für echte Käufer*innen zu steigern.